Sich selbst helfen


Seelenschmerz und Liebeskummer nutzen!

Seelenschmerz und Liebeskummer sind starke Botschafter, die man nutzen kann.

Die Annahme, dass Lebensfreude und Schmerz nicht zusammengehen können ist großer Unsinn. Wer denkt, er müsse Trauer und Schmerzen wegdrücken oder vermeiden um Lebensfroh zu sein, täuscht sich gewaltig.

Bedrückende Traurigkeit und Liebeskummer verwandeln
Bedrückende Traurigkeit lässt sich verwandeln

Jemanden, der momentan große Seelenschmerzen oder Liebeskummer durchlebt, zu sagen, er könne diese nutzen scheint anmaßend. Und dennoch: Du kannst diese Zustände und Emotionen nutzen.

Details:

1. Schmerzen gehören zum Leben

Wer ein lebendiges Leben führt, weiß dass Schmerzen (auch Seelenschmerzen) genauso zum Leben gehören, wie Freude und Begeisterung. Wir Menschen besitzen ein breite Palette an Emotionen. Lachen und weinen haben eine sehr ähnliche Kraft. Wie ein Pendel, das von einem Ende zum anderen ausschlägt, bewegen wir uns zwischen den Emotionen. Bei Menschen mit einem eher eintönigen Leben, bewegt sich das Pendel zwischen Frustration, Langeweile und Gleichgültigkeit. Wer allerdings Schmerz wahrnehmen und zulassen kann, wird auch ausgiebig lachen können.

 

2. Schmerz und Trauer sind nicht gleich Leid

Schmerz und Trauer zuzulassen, und wahrzunehmen zeugt von Lebendigkeit. Sich in diesen Seelenschmerzen länger aufzuhalten, als nötig, erzeugt Leid.

Es gibt auch für Trauer, Liebeskummer und andere Seelenschmerzen eine angemessene Zeit. Diese kann sehr variable sein und ist von Fall zu Fall und von Person zu Person verschieden. Sie kann in Episoden auftreten. Sie kann einen plötzlich überkommen und urplötzlich wieder verlassen. Das ist normal und gehört zum Leben dazu.

Nicht dienlich ist es sich immer wieder in diese Zustände hinein zu denken und zu reden. Endloses grübeln, zermürben, in Selbstmitleid zergehen, raubt die Lebensgeister. Hassgedanken, Selbstzweifel, anklagen und Schuld geben, helfen niemanden, am allerwenigsten Dir selbst. Leid ist selbstgemacht. In den meisten Fällen will die natürliche Lebenskraft viel schneller zurückkehren, als wir es zulassen.

3. Emotionen Ausdruck verleihen

Der Emotion Aufmerksamkeit widmen, ist unverzichtbar. Eine gute Möglichkeit sie "sichtbar" zu machen ist sie auszudrücken. Malen, bewegen, Stimme gebrauchen, schreiben, Musik machen, rennen, ran an den Boxsack, Kissen verdreschen.... Es gibt unendlich viele Varianten der Emotion Raum zu geben. Jeder weiß, dass Liebeskummer und Seelenschmerz für viele Künstler die stärkste Inspiration sind. Der "Blues" ist das beste Beispiel dafür.

4. Beobachte Dich dabei

Wenn Du es schaffst zu verstehen, dass DU nicht der Schmerz bist, sondern der- oder diejenige, die diesen Schmerz erlebt, entwickelst Du eine gesunde Distanz dazu. So kannst Du z.B. sehen, wie sich der Schmerz in Deinem Gesicht ausdrückt, wenn Du in den Spiegel schaust. Du kannst beobachten wo sich der Schmerz in Deinem Körper aufhält (Bauch, Kopf, Herz...). Schicke  an diesen Teil in Deinem Körper liebende Gedanken, Mitgefühl und Verständnis. Das kann viel Heilung auslösen.

5. Endlosschleifen beenden

Ist man einmal in einer Gedankenmühle gefangen, scheint es unmöglich auszusteigen. Dennoch gilt: Schmerz erleben? "Ja." Gedanken wälzen? "Nein!"

Gedankentretmühlen nutzen niemandem etwas. Der Weg aus Seelenschmerzen zurück zu Lebensfreude findet nicht im Gedankenkarussel statt. Der beste Weg: Tue etwas. Beginne erneut zu handeln. Ob Du Musik hörst, spazieren gehst, etwas schreibst, ins Fitness Center gehst - Handeln holt Dich aus der Schleife. Du kannst nicht schlafen? Aufstehen, etwas tun. Viele Leute können nach 10 Minuten handeln dann doch einschlafen.

6. Neuen Fokus finden

Irgendwann ist es Zeit, den Schalter umzulegen. Richte Deinen Fokus neu aus, auf etwas, das Dich begeistert. Teste wieder an, wie sich Genießen anfühlt. Im Kleinen und im Großen.

7. Hole Dir Unterstützung

Alleine schon mit jemand vertrautem zu sprechen, kann guttun. Manchmal ist allerdings auch professionelle Hilfe angesagt. Jemand, der von außen Dein Thema anschauen kann und nicht in die Angelegenheit verstrickt ist. Jemand der Dir Tools an die Hand gibt, wie Du die Lebensgeister, die in jedem von uns stecken, wieder wecken kannst.

8. Übernehme Verantwortung

Wenn der Lebensmut zurückkehrt, ist es Zeit die Lebensführung wieder an sich zu reißen. Das bedeutet Verantwortung übernehmen, Schuldzuweisungen stoppen, Lebensfreude neu entfachen.

Fazit:

Bejahe Schmerz als einen Aspekt Deiner reichhaltigen Emotionspalette. Begegne ihm, als Anteil von Dir. Erkenne an, wie heftig er sein kann. Erkenne, dass nicht Du der Schmerz bist. Steige so schnell, wie möglich aus Gedankenschleifen aus. Fokussieren Dich neu.

Link zu Seelenschmerzen durch Trennung

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Und noch ein besonderer Buchtipp um Seelenschmerz loszulassen: Loslassen

 

 



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Siehe auch: Phasen der Trennung bei Männern | Trennung | Liebe |

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