Sich selbst helfen


Vertraue - Triff eine "All in"-Entscheidung!

Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass ein wenig vertrauen nicht geht. Entweder Du vertraust oder Du tust es nicht. Es gibt keine Grauzone. Darin besteht auch das Risiko. Wer vertraut riskiert. Deshalb sind viele Menschen lieber misstrauisch. Aber der Preis, den Du für Misstrauen bezahlst, ist immens hoch. Schauen wir uns das genauer an.

Vertrauen in das Leben lohnt sich
Vertraue in das Leben

Details:

1. Du kannst Leute, die vertrauen, sofort erkennen

Warum ist das so? Menschen, die vertrauen, umgibt eine Aura der Ruhe, der Gelassenheit, des Friedens. Eine innere Stärke scheint von ihnen auszugehen. Das unglaubliche ist: SIE KÖNNEN NICHT ENTTÄUSCHT WERDEN!
Das klingt wie ein Paradox. Denn jeder normale Mensch sieht in Vertrauen das große Risiko enttäuscht zu werden. Dem ist aber nicht so. Es ist umgekehrt: Menschen, die misstrauen oder nur halbherziges Vertrauen aussprechen, werden ständig enttäuscht und leben in permanenter Angst enttäuscht zu werden und benutzen das um sich in ihrem Misstrauen bestätigt zu sehen.

Was ist nötig, um wirklich zu vertrauen?

Schauen wir uns die drei Ebenen an, in denen Vertrauen eine Rolle spielt.

2. Die drei Vertrauensebenen

A) Das Vertrauen anderen Personen gegenüber, das Vertrauen in Dinge im "Außen"

Diese Art von Vertrauen meinen die meisten Menschen, wenn sie über Vertrauen reden. "Ich vertraue meinem Partner, meinem Chef, der Firma..."
Dieses ist die Art von Vertrauen, die am zerbrechlichsten ist und bei der kleinsten Erschütterung zu Enttäuschung führt. Schau Dir in diesem Zusammenhang das Wort Enttäuschung an. Die Täuschung wird enttarnt. Du hast Dich getäuscht, nicht der andere hat Dich enttäuscht. Beispiel: Vertraust Du auf die Politik, die momentane Krise zu lösen? Du musst zugeben, das klingt fast lächerlich. Du kannst nur enttäuscht werden. Ein Ansammlung von Leuten, die nicht wissen, was sie tun, es aber behaupten. Hunderte von unterschiedlichsten Meinungen. Ein Gerangel um Macht und Manipulation. Und trotzdem "vertrauen" viele Menschen ihr Schicksal diesem Spiel an. Warum? Weil sie wirkliches Vertrauen nicht kennen. Weil sie nicht gewohnt sind Verantwortung zu übernehmen. Weil es einfacher ist später einen "Schuldigen" zu haben. Weil sie nicht verstehen, was Vertrauen eigentlich ist. Weil ihnen ständig erzählt wird, dass sie darauf vertrauen können. Die momentane Krise ist nur ein Beispiel. Du wirst Unmengen solcher Vertrauensspielchen finden können.
Wie Du siehst, ist das die Version von Vertrauen, die extrem "shaky" ist.

B) Das Vertrauen in sich selbst als Person

Wie weit kannst Du Dir vertrauen?
Dies ist die erste Stufe von Vertrauen, in der Du aktiv etwas tun kannst, um Dein Vertrauen zu stärken. Eine ganz einfache Übung bringt Dich hier enorm weiter: Sage Dir: "My word ist law! Was ich sage gilt!" Und dann halte es. Stehe zu allem, was Du sagst. Lies hierzu das Kapitel über Verantwortung.
Doch auch diese Art von Vertrauen ist zerbrechlich. Wenn Du z. B. etwas nicht tust, was Du Dir vorgenommen hast, fängst Du an zu zweifeln und traust Dir nicht mehr vollkommen. Wisse: Dein Ego springt oft hin und her, Du triffst vielleicht einmal eine Entscheidung, die Du nachher als falsch bezeichnest, und schon schwindet Dein Vertrauen in Dich, in Deine Entscheidungsfähigkeit, Deine Kompetenzen, Deine Vertrauenswürdigkeit, Deine Aufrichtigkeit etc. Dein Ego liebt es, nicht nur anderen, sondern auch Dir die Schuld zuzuschieben.
Das liegt zum Teil an Sätzen, die wir in unser Kindheit häufig gehört haben, wie z. B.: "Was hast du nun schon wieder angestellt?" oder "Auf dich ist wirklich kein Verlass."

Wie Du siehst, ist auch dieses Vertrauen, wenn auch trainierbar, dennoch unsicher.

Es gibt nur eine Art wirklich, wirklich zu vertrauen:

C) Das Urvertrauen

3. Die einzig wirkliche Art von Vertrauen

Wie wir gerade kennengelernt haben, sind die beiden ersten Vertrauensebenen "bedingte" Ebenen. Und da Du tief in Dir spürst, dass es auf diesen Ebenen riskant ist zu vertrauen, tust Du es höchstens halbherzig. Du sagst zwar, Du vertraust Deinem Partner, bist aber enttäuscht, fühlst Dich verraten, hintergangen oder sonst etwas, wenn die Person sich anders verhält, als Du es willst. Ist das Vertrauen?

Bitte verstehe: Wenn Du wirklich vertraust, kannst Du nicht enttäuscht werden! Und das bekommst Du nur hin, wenn Du ALLEM vertraust.

Kennst Du Menschen, die trotz erlebten Leides, stets gelassen, liebe- und hingebungsvoll sind? Dort wirst Du ein Urvertrauen spüren, dass nicht von dieser Welt zu kommen scheint.
"Das Universum macht keine Fehler" "Gott macht keine Fehler" "Alles läuft genau richtig, auch wenn ich es nicht verstehe", sind Perspektiven, die wirkliches Vertrauen möglich machen.

Bei dieser einzigen wirklichen Art zu vertrauen, kannst Du nicht mal vertrauen und mal nicht. Deshalb habe ich am Anfang dieses Kapitels geschrieben, es ist ein "All in".

Dein Ego wird Dich mit Gegenargumenten bombardieren, denn es stirbt, wenn Du "Gottvertrauen" lebst. Aber das Ego kann nur auf der Verstandesebene agumentieren (und da hat es immer recht).  Die Herzebene und "Urvertrauen" kann es nicht begreifen.
Du kannst auch jemanden anderen nicht von Deinem "Urvertrauen" überzeugen (Words don´t teach), Du kannst es nur vorleben. Du musst es in Dir spüren, Dich getragen fühlen und die Sicherheit erleben, die es Dir gibt.

Das Urvertrauen bedeutet, dass Du etwas Größerem vertraust und zwar bedingungslos. Der Grund ist, dass unser Verstand ein gutes Werkzeug ist, aber niemals fähig, sinnvoll zu führen, da er nie sämtliche Informationen, die für eine gute Führung notwendig sind, hat.
Schmunzelnd muss ich an dieser Stelle an den Filmdialog zwischen Coohagen und seinem Handlanger in "Total Recall" denken. Handlanger: "Ich dachte..."  Coohagen: "Wer hat ihnen befohlen zu denken? Ich gebe Ihnen gar nicht genug Informationen, dass es sich lohnt zu denken!"

Siehe auch die Geschichte vom Bauern

Deine Urquelle, Gott, das Universum, hat aber ALLE Information, um Dich zu führen. Um an diese Informationen zu kommen, musst Du allerdings still sein können. Du musst Deine innere Stimme hören können. Und dann dieser, auch gegen jede Logik, folgen. Wenn Du dann die ersten Resultate siehst, wirst Du nicht mehr anders können, als ihr zu vertrauen.
Ich habe in meinem Leben unendlich viele Beispiele davon erfahren. Und gerade in der momentanen "Krise" habe ich eine Stabilität in mir, die trotz aller Unsicherheiten, absolut konstant ist. Ich mag sogar behaupten, dass ich das Vertrauen durch die sogenannte Krise noch einmal völlig neu gelernt habe.

Hier noch ein Gedanke, der Dir evtl. helfen kann: Mit dem Inkarnieren in eine Person auf diesem Planeten, ist alles Weltliche unsicher. Alles kann Dir jeden Moment genommen werden. Haus, Partner, Gesundheit, alles. Die einzige Konstante findest Du in dem, was nicht von Geburt und Tod betroffen ist. Dort findest Du wahres Vertrauen.

Fazit…

Wirkliches Vertrauen fordert von Dir ein "All in". Halb geht nicht, halb bedeutet Misstrauen. Wahres Vertrauen ist unabhängig von allen Ereignissen und Gegebenheiten. Hast Du dieses Vertrauen erlangt, wirst du niemals mehr misstrauen.

 

Dieses Thema ließe sich unendlich fortsetzen:

  • Z. B. hat Dein Vertrauensvorschuss, den Du Personen gibst, eine enorme Wirkung auf deren Verhalten.
  • Wirst Du merken, wie Dein Charisma sich ändert, wenn Du wirklich vertraust.
  • Lernst Du eine völlig neue Ruhe und inneren Frieden in Dir kennen.
  • Kann es höllische "Schmerzen" verursachen, wenn Du anfängst zu vertrauen und alte Muster, Schuldzuweisungen, Ausreden etc. hinfällig werden. Dein Ego wird sich auflehnen.
  • Du wirst alles infrage stellen, was Dir bisher als "Vertrauen" verkauft wurde.
  • Du wirst lernen, dass "der inneren Stimme vertrauen" nicht bedeutet tatenlos, willenlos und Spielball zu sein. Das Gegenteil ist der Fall.
  • Wenn Du sogar bei den kleinsten Entscheidungen Vertrauen in Deine Führung hast, wird eine neue Qualität Dein Leben durchfluten.
  • ...

 



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