Sich selbst helfen


Trennung!

Seelenschmerz und Liebeskummer durch Trennung

Wenn sich die Wege trennen.

Jeder Mensch kennt den Schmerz und den Kummer, wenn sich Wege trennen. Es ist als wenn ein Teil von uns selbst weggerissen wird. Je länger und intensiver wir mit jemandem zusammengewesen sind, desto tiefer trifft es uns. Viele Menschen empfinden keine Lebensfreude mehr nach einer Trennung. Und genau dieser Schmerz lässt viele durchdrehen und die unmöglichsten Szenen inszenieren. Beleidigungen, Vorwürfe, Anwalt, Hassattacken...

Es geht auf jeden Fall anders:

Bedrückende Traurigkeit und Liebeskummer verwandeln
Kinder dürfen kein Druckmittel im Beziehungskampf sein

Die Trennung von einer Person

löst in uns so starken Schmerz aus, weil dieser Mensch uns etwas bedeutet hat. Wäre das nicht so, gäbe es keinen Trennungsschmerz.

Verwunderlich ist deshalb, dass viele Menschen bei Liebeskummer und Seelenschmerz anfangen um sich zu schlagen, den Partner, der seinen eigenen Weg gehen will mit Vorwürfen zu überhäufen, ihm Schuldgefühle zu machen, ihn gerichtlich zu belangen, ihm das Leben schwer zu machen.

Verstehen lässt sich das nur so, dass der verlassene Mensch sich so verletzt fühlt, dass er sich nicht anders zu helfen weiß. So geblendet von der Tatsache, dass der andere geht, dass die eigene Verantwortung im Geschehen nicht gesehen wird. Leider ist es auch so, dass viele Menschen so unbewußt leben, dass sie gar nicht auf hilfreichere Ideen kommen.

Hier ein paar Gedanken zum Thema Trennung:

1. Alle Gefühle von Schmerz, Wut, Trauer und Ohnmacht haben ihre Berechtigung. Sie wegzudrücken ist nicht hilfreich. Wie unter "Schmerz" Abschnitt 3  beschrieben gibt es viele Möglichkeiten diese Gefühle auszudrücken, so dass sie nicht toxisch werden können.

Lieber gebe ich mich dem Schmerz für eine gewisse Zeit gnadenlos hin, lebe ihn aus, gebe ihm Raum, weine, schreie, tobe, renne, schreibe, als dass ich dem endlosen Sumpf einer grauen Depression erliege. Das Gute: Nach durchlebtem Schmerz, taucht die Lebenslust wie von selbst wieder auf. Es erfordert Mut, denn Schmerz tut weh. Das Schreien und Toben sollten Sie nicht unbedingt in der Reihenhauswohnung ausleben. Es gibt Schutzräume, in denen Sie nicht anecken. Erkundigen Sie sich. Tipp: Die Dynamische Meditation im Meditationszentrum.

2. Stellen Sie sich die Frage: Wenn Sie den Menschen wirklich geliebt haben, wieso dann jetzt einen Krieg anzetteln? Das kann nur passieren, wenn die Liebe vorher nicht echt war oder nur auf einem Deal beruhte. Die Enttäuschung gilt dann der falschen Fassade und der Beziehungslüge. Oder aber, der Schmerz ist so groß, dass er blind für die einmal gewesene Liebe macht und zu einem Verlassenseinswahn führt.

Das Fatale am Entfesseln eines Krieges ist, dass dieser den Entfacher am meisten schwächt und den anderen darin bestätigt, dass es höchste Zeit war zu gehen. Aller Groll schädigt am meisten die grollende Person.

Wer einen Menschen wirklich geliebt hat, wird feststellen, dass die Liebe nicht mit der Trennung gehen muss. Wahre Liebe ist unabhängig von der Reaktion des anderen. Sie wird eine andere Färbung bekommen, sich vielleicht auch wie von selbst auflösen. Wer trotz Trennung die Liebe spüren kann, schleppt keinen Groll in die nächste Beziehung.

3. Viele Trennungen sind längst überfällig. Die Beziehungen haben sich über Jahre aufgerieben. Der Schmerz ist so groß, weil die Partnerschaft auf falschen Grundannahmen aufgebaut war. Oder man sich auseinander gelebt hat. Die Schwierigkeit ist es sich einzugestehen, dass die Beziehung nicht mehr funktioniert. Denn das bedeutet, dass diese nicht mehr haltbar ist und sich alles ändern wird bzw. muss. Und da wir Menschen Gewohnheitstiere sind, fällt uns der Schritt in die Veränderung schwer.

Hinzu kommt, das unser "Mind" darauf ausgerichtet ist uns zu schützen. Wie ein Bodyguard lotet der Verstand Situationen aus. Alles Neue ist gefährlich. In bekanntem Terretorium kann er am besten schützen. Glück und Lebensfreude gehören nicht zu den Aufgaben dieses Aufpassers. Für ihn ist es also besser in dem alten Zustand zu verharren.

Diese drei Schritte dazu habe ich von T. Harv Eker gelernt:

1. Bedanken Sie sich für das Aufpassen! "Danke für´s Mitteilen."

2. Beruhigen Sie den Verstand. Sagen Sie ihm: "Alles wird gut!"

3. Fokussieren Sie sich neu auf den (jetzigen) Moment und was Sie für sich wollen! (Lebensfreude)!

4. Menschen reden gerne von einer "gescheiterten Beziehung". Das ist der größte Unsinn. Eine Beziehung kann nicht scheitern. Eine Beziehung beginnt, nimmt einen Verlauf und endet eventuell. Scheitern kann nur etwas, das ein festgelegtes Ziel nicht erreicht. Und selbst das muss man nicht als Scheitern bezeichnen. Eine Beziehung ist ein Lernumfeld zu lernen und wachsen. Zensuren gibt es nicht. Machen Sie es wie die Fußballspieler nach einer Niederlage: "Wir werden das Spiel analysieren und daraus lernen. Jetzt konzentrieren wir uns auf das nächste Spiel!"

5. Wenn man keine Lebensfreude nach einer Trennung erlebt, ist das erst einmal natürlich. Das sagt viel über einen selbst aus, weniger über den anderen. Der Sinn des Lebens ist nie jemand anders, sondern er liegt immer in einem Selbst. Da das innere Wesen dies weiß, will es die trauernde Person ganz natürlich zu Lebensfreude zurückführen. Übermäßig lange Zeit in Trauer und Schmerz zu verweilen, zeigt  einen Widerstand gegen das Leben an. Werden sie sich dessen einfach nur bewusst und Veränderung kann passieren.

Fazit:

Trennungen tun in den meisten Fällen erst einmal weh! Der Schmerz will gesehen und zugelassen werden! Auf der anderen Seite bieten Trennungen die Frische des Neuen. Sich dem hinzugeben kostet oft Mut, belebt aber ungemein.

Zetteln Sie keinen Krieg an, denn der schadet Ihnen am meisten. Sollte die andere Person einen Krieg anzetteln, geben Sie so wenig wie irgend möglich Aufmerksamkeit dorthin. Entziehen Sie dem anderen die Macht über Sie.

Hier ein Tipp für wirkliche Lebensfreude-Könner: Richten Sie so lange Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Sie am anderen geliebt haben, bis es Ihr Wunsch ist sich bei demjenigen zu bedanken. Kaufen Sie ein schönes Geschenk und wenn es möglich ist überreichen Sie es! Wenn es nicht möglich ist, behalten Sie es als Erinnerung an das, was Ihre Freundschaft getragen hat.

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